Hier anmelden!

Willkommen bei MYUMMA.de

Muhammad Sameer Murtaza

Profilfragen

Meine Stadt:

Bad Kreuznach

Mein Bundesland:

Rheinland-Pfalz

Mein Land:

Deutschland

Meine Sprachen:

Deutsch, Englisch, Arabisch, Persisch, Türkisch

Mein Berufstatus:

Externer Mitarbeiter der Stiftung Weltethos

Meine Umma Projekte:

Das Projekt: Eine-Menschheit www.eine-menschheit.de

Kein Friede unter den Nationen
ohne Frieden unter den Religionen.
Kein Frieden unter den Religionen
ohne Dialog zwischen den Religionen.
Kein Dialog zwischen den Religionen
ohne Grundlagenforschung in den Religionen.
(Hans Küng)


Im 19. Jahrhundert sah sich der muslimische Philosoph Jamal Al-Din Al-Afghani (gest. 1897) mit einer rückständigen, an die Vergangenheit klammernden, teilweise kolonisierten und autoritär regierten muslimischen Welt konfrontiert. Sein Ruf nach Reformen, den er mit dem Slogan „Zurück zum Qur'an" präsentierte, beabsichtigte eine Befreiung von der Last der Vergangenheit und eine Offenheit gegenüber der Moderne. Auf gar keinen Fall jedoch eine Rückkehr in das 7. Jahrhundert. Doch sein Ruf stieß auf wenig Resonanz.

Hundert Jahre später sind die Probleme der muslimischen Gemeinschaft (umma) fast noch immer die Gleichen. Die Schreckensherrschaft der Taliban, der Ausbruch der Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten im Irak, der 11. September und der drohende Zerfall der Atommacht Pakistan muss nachdenklich stimmen. Die Arbeitsgruppe Eine-Menschheit wäre sicherlich nicht entstanden, wenn es nicht diese drängenden Herausforderungen der Gegenwart gäbe.

Jetzt, am Beginn des 21. Jahrhunderts, müssen Muslime ihre religiöse Situation analysieren. Sie müssen nach der Glaubenssubstanz und den historischen Altlasten, zwischen dem Ewigen und dem Vergänglichen unterscheiden. Die Muslime müssen sich die Frage beantworten, welche Zukunft der Islam haben soll.

Es gilt nun verbindliche Normen, Werte, Ideale und Ziele zu benennen, um einen innerislamischen Dialog zwischen den verschiedenen Konfessionen, Theologie- und Rechtsschulen, sowie Bewegungen zu beginnen.

Vor allem muss sich die Erkenntnis durchsetzen, dass in einer globalisierten Welt die dialektische Einteilung der Welt in Wir und Sie keine Berechtigung mehr hat. Der Muslim muss sich dem Ganzen verpflichtet fühlen. Deshalb ist der Dialog zwischen den Religionen unverzichtbar.

Die Glaubwürdigkeit des Islam und seine Existenzberechtigung wird zukünftig davon abhängen, ob die Muslime in der Lage sind eine Friedensmacht zu sein. Dass sie Frieden stiften, statt Gewalt zu legitimieren, dass sie Verzeihung predigen, statt Hass zu säen, dass sie sich im Dialog üben, statt Gruppenchauvinismus zu praktizieren.

Die Arbeitsgruppe Eine-Menschheit möchte einen Beitrag zu dieser schwierigen Thematik beisteuern. Wir machen es uns nicht leicht, wir stellen die Geschichte der Muslime, unsere Geschichte, nicht als reine Erfolgsstory dar. Sondern wir üben uns auch in Selbstkritik, decken auch die weniger schönen Seiten auf, über die Muslime ungern sprechen. Aber nur wenn wir unsere Probleme wirklich benennen, sie ernsthaft angehen, nur dann kann die muslimische Gemeinde wieder einen positiven Beitrag in dieser Welt leisten.

Dabei ist uns bewusst, dass ein solches Unterfangen ein von allen Seiten leicht angreifbares Projekt ist.


Aufgaben
I. Grundlagenforschung
Nur durch eine religionswissenschaftliche Grundlagenforschung kann die Glaubenssubstanz des Islam, sowie die Ursachen der Gegenwartsprobleme der Muslime ermittelt werden. Dieses Grundwissen ist Notwendig, um in einen ernsthaften innerislamischen und interreligiösen Dialog zu treten. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen durch die Erstellung von Publikationen in Form von Artikeln und Büchern der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

II. Interreligiöse Bildungsarbeit
Probleme benennen, kritische Fragen stellen, zum Nachdenken anregen, Lösungen anbieten, all dies möchten wir durch Vorträge, Seminare und mit Hilfe der Medien erreichen. Im Gespräch mit Muslimen und Andersgläubigen wollen wir die Ergebnisse unserer Grundlagenforschung vorstellen.

III. Unterstützung der Forschungs- und Bildungsarbeit
Immer mehr Muslime und Andersgläubige stellen sich die Frage: „Woher kommt die Gewalt im Namen des Islam? Warum töten sich Muslime im Irak gegenseitig?" Gerade für junge Muslime ist der Gegensatz zwischen dem Anspruch Anhänger einer Friedensbotschaft zu sein und der blutigen Realität ungeheuer. Es drängt sie etwas zu tun, aktiv zu werden und darüber aufzuklären, dass der Islam anders ist. Auch Andersgläubige stellen sich die Frage: „Ist der Islam der Feind? Oder wird der Islam verzerrt und manipuliert?" Mit all diesen Menschen möchten wir in Kontakt treten und ein Netzwerk schaffen, dass die religiösen Fragen unserer Zeit diskutiert.

Deswegen bitten wir diese Menschen uns zu unterstützen, indem sie mitwirken oder uns zu Vorträgen einladen.


Weitere Tätigkeiten:

- Seit 2008 Mitglied der SPD / Schwerpunkte: UN-Behindertenkonvention, Integration, Außenpolitische Themen
-Mitglied der Arbeitsgruppe Eine-Menschheit (www.eine-menschheit.de)
-Teilnehmer am Zukunftsforum Islam, ausgerichtet von der Bundeszentrale für politische Bildung
-Fremd-Dozent an der Krankenpflegeschule des Katholischen Klinikum Mainz St. Hildegardis
-Gasthörer bei den Sitzungen des Zentralrats der Muslime 2007-2009 und ab 2011
- Autor für Vorwärts seit 2010
- Leiter des Projektes "Das Grundgesetz im (Migrations)-Vordergrund" beim Zentralrat der Muslime


Publikationen:

I. Wissenschaftliche Aufsätze
1. Murtaza, Muhammad Sameer (2009): Al-Afghanis Plädoyer für die islamische Philosophie. In: Nun (8), S. 26-34.
2. - (2009): Der Islam in China. Internet: www.kismetonline.at.
3. - (2009): Die Demokratisierung der muslimischen Welt. Ansichten des muslimischen Philosophen Gamal Al-Din Al-Afghani. Internet: http://www.muslimische-stimmen.de/uploads/media/Die_Demokratisierung_der_musl.Welt_Al-Afghani.pdf.
4. - (2010): Muslime in Deutschland von 1683 bis 1945 - Eine Prise Geschichte. In: Muslim 2: 8-10.
5. - (2011): Können die Weltreligionen noch einen Beitrag zum Frieden leisten? Internet: http://islam.de/files/pdf/weltreligionen_frieden_21_03_2011.pdf.
6. - (2011): Wozu Weltethos? Ein Plädoyer aus den Quellen des Islam. Internet: http://islam.de/files/pdf/wozu_weltethos.pdf.
7. - (2011): Das "Projekt Weltethos" als Vermittler zwischen Juden und Muslimen. Internet: http://islam.de/19077.php.
8. - (2012): Gemeinsames Kernethos von Judentum und Islam. Was kann das "Projekt Weltethos" zum jüdisch-muslimischen Dialog beitragen? In: Islam - Kultur - Politk (Jan-Feb): 3-4.

II. Artikel
1. Murtaza, Muhammad Sameer (2009): Deutsche Islamkonferenz - Warum kam die SPD nicht darauf? Internet: www.muslimische-stimmen.de.
2. - (2009): "Muslime, geht ihr wählen?" Internet: www.islamische-zeitung.de.
3. - (2009): Grundgedanken zur politischen Teilhabe von Menschen muslimischen Glaubens. Internet: www.migazin.de.
4. - (2009): Erneuerung, was der Erneuerung bedarf - Eine SPD für das Morgen. Internet: http://www.mein-herz-schlaegt-links.de/index.php?option=com_content&view=article&id=758:erneuern-was-der-erneuerung-bedarf-ein.
5. - (2010): Fragen zum Afghanistan-Einsatz. Internet: http://www.islamische-zeitung.de/.
6. - (2010): "Laßt uns die Feindbilder auf beiden Seiten einreißen" - Ein Plädoyer für Besonnenheit, Differenzierung und Dialog. Internet: http://islam.de/15933.php.
7. - (2010): Die Islam-Debatte in Deutschland. Imaginäre Islambilder, moderner Rassismus und tatsächliche Probleme. Internet: http://www.migazin.de/2010/10/19/imaginare-islambilder-moderner-rassismus-und-tatsachliche-probleme/.
8. - (2010): Die Islam-Debatte in Deutschland. Von Ängsten, die drohen unsere Gesellschaft zu verschlingen, und den Mut einen deutschen Traum zu wagen. Internet: http://www.mein-herz-schlaegt-links.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1904:die-islam-debatte-in-deutschland&catid=1:aktuelle-nachrichten&Itemid=50.
9. - (2010): Mangel an muslimischen Mitbürgern in den Parteien. Die Islam-Debatte, der deutsche Traum und die Integrationskraft der SPD. Internet: http://www.vorwaerts.de/artikel/mangel-an-muslimischen-mitbuergern-in-den-parteien.
10. - (2011): Die Anfänge des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Internet: http://islam.de/17533.php.
11. - (2011): Die Präambel des Grundgesetzes. Internet: http://islam.de/17530.php.
12. - (2011): Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Internet: http://islam.de/17531.php.
13. - (2011): Leben - Elementarster Wert des Grundgesetzes. Internet: http://islam.de/17691.php.
14. - (2011): Die Meinungsfreiheit. Internet: http://islam.de/17987.php.
15. - (2011): Chancen und Grenzen des Dialogs. Internet: http://www.muslimische-stimmen.de/index.php?id=20&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=313.

III. Bücher
1. Murtaza, Muhammad Sameer (2009): Lawrence von Arabien und die Neugestaltung des Nahen Osten.
2. Köck, Andrea u. Murtaza, Muhammad Sameer (2009): Muslime im Krankenhaus. Ein interreligiöser Ratgeber für das Krankenpflegepersonal.
3. Murtaza, Muhammad Sameer (2011): Die ägyptische Muslimbruderschaft - Geschichte und Ideologie.

IV. Wissenschaftliches Lektorat
1. Neuberger, Julia (2009): Sterbende unterschiedlicher Glaubensrichtungen pflegen. Bern.

V. Literatur zu Muhammad Sameer Murtaza
1. Gerlach, Julia (2006): Zwischen Pop und Dschihad. Muslimische Jugendliche in Deutschland. Berlin.
2. Gerlach, Julia (2010): Pop-Islam revisited. Wohin entwickelt sich die transnationale Jugendbewegung der "neuen Prediger" in Europa und der arabischen Welt? In: Andresen, Sabine u. Hunner-Kreisel, Christine: Kindheit und Jugend in muslimischen Lebenswelten: Aufwachsen und Bildung in deutscher und internationaler Perspektive. Wiesbaden: 109-124.

Ich bin ...

sehr engagiert

Pinnwand

  • 1268428755
    Nils Schumacher-Deutzmann
    Nils Schumacher-Deutzmann
    am 12.03.2010

    Ich weiss nicht... meine eigene Erfahrung war regelmäßig die: Menschen, die es sich besonders einfach machen wollten, zeigten stets mit dem Finger auf andere und hinterfragten sich selbst nie. Klar, das andere Extrem - reine Selbstzerfleischung - ist auch nicht besser. Aber ich bin schon der Meinung, dass wir als Umma selbstbewusst auftreten und nicht nur über Blockaden durch andere klagen sollten.
    Mir gefällt der Grundgedanke aus einem Zitat von GB Shaw: "Man gibt ja immer den Verhältnissen die Schuld für das, was man ist. Ich glaube nicht an die Verhältnisse. Diejenigen, die in der Welt vorankommen, gehen hin und suchen sich die Verhältnisse, die sie wollen und wenn sie sie nicht finden, schaffen sie sie selbst."

  • 1266184319
    Hessam K.
    Hessam K.
    am 14.02.2010

    "Die Glaubwürdigkeit des Islam und seine Existenzberechtigung wird zukünftig davon abhängen, ob die Muslime in der Lage sind eine Friedensmacht zu sein. Dass sie Frieden stiften, statt Gewalt zu legitimieren, dass sie Verzeihung predigen, statt Hass zu säen, dass sie sich im Dialog üben, statt Gruppenchauvinismus zu praktizieren."

    Den Finger nur auf sich selbst zu richten ist mehr als einfach. Damit tappen sie genau in die Falle. Wer die Muslime am Erfolg, an der Einheit, am Frieden seit Jahrzehnten behindert sind die westlichen Staaten. Solange sie das nicht begreifen, arbeiten sie in die falsche Richtung.

Hier anmelden

Du bist noch kein Mitglied der Community?

Community-Details

  • Suche nach:

  • Community-Name

    MYUMMA.de
    Let's Work Together!

  • Dein Gastgeber ist

    MYUMMA de

  • Online seit

    16.04.2008

  • Mitglieder

    1161

  • Sprache

    Deutsch